Grüner Spargel im Garten

Grünspargel selbst im eigenen Garten anbauen

Spargelanbau im Garten
Spargel wird nur wenige Wochen im Jahr frisch auf dem Markt angeboten und ist relativ teuer. Weshalb also nicht dieses edle Gemüse selbst im Garten anbauen? Je nach Geschmack kann man zwischen weißem und grünem Spargel wählen. Dabei ist der Anbau von Grünspargel weniger aufwendig als der des weißen Spargels.

Was braucht man?

Grundsätzlich benötigt man für den Spargelanbau einen sonnigen Platz im Garten. Der Boden muss locker sein, denn stauende Nässe wird von den Pflanzen nicht vertragen. Am besten gelingt der Anbau auf leichten, sandigen Böden. Ein pH- Wert zwischen 5,5 und 6 ist optimal. Da ein Spargelbeet bis zu 10 Jahren beerntet werden kann, sollte man sich die Lage des Beetes, insbesondere beim Anbau von weißem Spargel auf Hügeln, gut überlegen. Verlaufen die Beete von Norden nach Süden, ist die Ernte während der “Spargelzeit” gleichmäßig, das heißt, die Stangen entwickeln sich auf beiden Seiten des Hügels gleichzeitig. Legt man die Beete in Ost-West-Richtung an, beginnt die Ernte auf der Südseite der Hügel etwas früher als auf der Nordseite.

Grünspargel anbauen

Spargel wird im April gepflanzt, wobei man mit der Beetvorbereitung bereits im März beginnen sollte. Am besten pflanzt man Grünspargel in Doppelreihen. Dafür wird zunächst ein 25 cm tiefer Graben ausgehoben, der 1 m breit ist. Dieser Graben wird nochmals 25 cm tief umgegraben und glattgezogen. Nun gibt man darauf eine ca. 10 cm dicke Schicht Kompost oder verrotteten Stallmist sowie eine Vorratsdüngung (nach Bodenanalyse!) von 100 g Superphosphat und 100 g Kalimagnesia. Diese Schicht wird z.B. mit der Grabegabel gut durchmischt.

Sobald die Setzlinge ankommen, sollte man sie pflanzen. Kühl und trocken gelagert halten sie sich aber auch bis zu 14 Tagen. Die Pflanzen werden mit ausgebreiteten Wurzeln vorsichtig auf den gelockerten Boden gelegt. Der Abstand in der Reihe beträgt 40 cm, zwischen den Reihen 50 cm. Wird eine zweite Doppelreihe angelegt, so beträgt der Abstand dorthin 1,5 m. Abschließend füllt man den Graben mit der ausgehobenen Erde wieder auf. Wichtig ist, dass die Wurzelköpfe der Spargelpflanzen 15 cm unter der Erdoberfläche liegen. In den nächsten Monaten ist es wichtig, die Oberfläche unkrautfrei und locker zu halten.

Die Ernte

Eine Ernte ist in den ersten beiden Jahren nicht möglich. Im November stößt man das ausgewachsene Spargelkraut mit einem Spaten ab und verbrennt es oder gibt es in die Biotonne, um die evtl. Verbreitung von Spargelkrankheiten zu vermeiden. Im 2. Jahr lockert man die Spargelfläche im Frühjahr mit etwa 2 kg Kompost/qm gedüngt flach auf. Dabei darauf achten, dass die Wurzelköpfe der Pflanzen nicht beschädigt werden. Nach Möglichkeit die Fläche unkrautfrei halten und im November wiederum das Spargellaub entfernen.

Im 3. Standjahr düngt man wie im Jahr zuvor. Von Mai bis etwa Mitte Juni kann man nun ernten. Sobald die Stangen 20 cm lang sind, schneidet man sie kurz unter der Erdoberfläche ab. Auch dünne Stangen sind eine Delikatesse und darum sollte man diese mit ernten. Bei hohen Temperaturen wächst Spargel recht schnell und man kann täglich ernten. Obwohl die Triebe des Grünspargels Temperaturen bis zu – 4 Grad Celsius vertragen, sollte man in Lagen mit Spätfrost das Beet mit einem Vlies oder einer Folie abdecken, bis die Ernte beginnt. Allgemein kann man mit dieser Methode den Erntezeitpunkt etwas vorverlegen. Ab dem 4. Standjahr ist der 24. Juni, Johanni, der letzte Erntetag für Bleich- und Grünspargel, damit sich genügend Laub entwickeln kann, über das die Wurzeln Kraft für das nächste Jahr sammeln.