Deutsche Erntehelfer unzuverlässig
Wie zu erwarten war, belastet die Vorgabe, 10 Prozent der Erntehelfer-Stellen mit Deutschen zu besetzen, die Betriebe nicht unerheblich. In vielen Betrieben sind große Teile der deutschen Arbeitskräfte bereits wieder verschwunden oder können nur für leichtere Tätigkeiten wie das Sortieren oder Schälen von Spargel eingesetzt werden, da sie den körperlichen Anforderungen beim Spargelstechen einfach nicht gewachsen sind.
Etliche Spargelbauern berichten, daß vor allem Langzeitarbeitslose inzwischen für ihre Kreativität beim Erfinden von Ausreden berühmt seien oder sich bereits nach dem ersten Tag auf dem Feld krank melden.
So gut Idee auch gemeint war, in der Praxis hat sie sich nicht bewährt. Für das nächste Jahr wird man sich wohl etwas anderes ausdenken müssen.

am 21. Mai 2006 um 4:05 Uhr.
Tja,tja
Jedes jahr dasselbe Lamento.
Alle sind faul und die Spargelbauern sind so arm.
Gott-sei-Dank bin ich nicht darauf angewiesen bei Ihnen stechen zu müssen.
Übrigens ess ich nur grünen (violetten) Spargel, der muss nicht “gestochen ” werden. Der schmeckt mir auch besser und ich muss nicht an Ihr Lamento denken.Gruss an die Innung
Kretschmer
am 29. Mai 2006 um 19:42 Uhr.
Hallo an alle!
Mein Mann und ich haben vier Stellen ausgeschrieben…..leider war kein Arbeitsloser bereit auf unserem Hof zu arbeiten.
Wir würden gerne einen höheren Stundenlohn zahlen, wenn die Endverbraucher bereits sind, mehr für den Spargel zu bezahlen.
am 3. Juni 2006 um 13:56 Uhr.
Hallo,
eine Frage, wieviel verdient man denn im Durchschnitt pro Stunde?
am 12. Juni 2006 um 8:26 Uhr.
Liebe Frau Hermann,
Sie sind ein zynischer Scherzkeks, nicht wahr? Wenn SIE Stellen ausgeschrieben haben, dann SIND Sie doch wohl Spargelbauern, oder? Und wer bestimmt den Preis des Spargels? Richtig: die Spargelbauern!!!
Schieben Sie doch bitte nicht ALLES auf den Markt!
Dass die Leute, die unverständlicherweise so wild auf Spargel sind, tatsächlich JEDEN Preis zu zahlen bereit sind, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, meine Güte! Warum wohl bauen so viele Bauern das Zeug an??!!!
Wenn aber bei einer absoluten Mindestquote von 20 Prozent deutschen Arbeitskräften tatsächlich nicht mehr Spargelstecher zu bekommen sind, na dann gehen halt einige Spargelbetriebe ein; dadurch verringert sich das Angebot, der Spargelpreis steigt und allen wäre geholfen, richtig?!
Außerdem lernen die bankrotten Spargelbauern auf diese Weise auch einmal die Arbeitslosigkeit kennen. Wollen mal sehen, wie gut es ihnen gefällt, als faul, widerwillig, um Ausreden nicht verlegen, unbezahlbar, Besitzstandswahrer, Schmarotzer oder Parasit bezeichnet zu werden. Da dies teilweise auch von staatlichen Stellen aus geschieht, öffnet das vielleicht auch ihnen die Augen, dass dies nichts anderes Faschismus ist und dass Spargelbauern, die diesen Markt und die dazugehörige Politik so hinnehmen und noch über faule Arbeitslose herziehen, nichts anderes als faschistoide Agitatoren sind!
Voll Abscheu!
Manfred Bartl
Bundestagskandidat 2005
am 17. Juni 2006 um 13:22 Uhr.
Spargelbauern sind alle nur raffgierig! Und daß,was manchmal als Beelitzer,oder überhaupt Brandenburger Spargel verkauft wird,ist unter aller Sau! Echter Beelitzerbzw. Brandenburger Spargel schmeckt anders! Nämlich einmalig köstlich! Empfehle hierzu Spargelhof in Klaistow,dort kann man zusehen wie der frischgestochene Spargel von der Ernte bis auf den Teller kommt,muß man selbst probieren! Unnachahmlich!
am 19. Juni 2006 um 8:20 Uhr.
Es stimmt schon, daß es einige schwarze Schafe gibt, sicher auch unter den Spargelbauern.
Weiter verbreitet scheint mir das allerdings unter den (Markt)Händlern zu sein. Bereits im März gab es in Duisburg und Düsseldorf bereits Walbecker Spargel, obwohl hier (und vermutlich in ganz Deutschland) noch nicht eine Stange gestochen wurde.
Alle Spargelbauern als raffgierig zu bezeichnen ist aber wohl eine nicht ganz realistische Pauschalisierung….
PS: Beim Bundestagskandidaten Bartl läuft’s wohl nich so gut:
http://www.mainz.de/WGAPublisher/online/html/default/smeh-6lvglm.de.html
http://www.mainz.de/WGAPublisher/online/html/default/ekog-6ghf6l.de.html
am 7. Juli 2006 um 14:54 Uhr.
Eine Frage ist hier aber noch offen: was verdient man so beim spargelstechen?
am 25. März 2007 um 23:30 Uhr.
ein polnischer durchschnittsarbeitnehmer verdient in polen kaum mehr als 2 euro. natürlich gehen die hierzulande motiviert an die spargelernte, weil sie gern fürs nächste jahr wieder angeheuert werden wollen. kein wunder, selbst lumpige 6 euro sind dreimal so viel, wie ihr stundenlohn in der heimat. schrieben die spargelbauern erntehelferstellen für z.b 45 euro die stunde aus, würden sie sich vor arbeitslosen nicht retten können. oder andersrum, für 1 euro käme auch kein ach so fleissiger pole, um hier in der erde zu wühlen…
am 24. April 2007 um 19:47 Uhr.
Meine frau, eine freundin und ich haben uns freiwillig zur spargelernte gemeldet! nachdem andere erntehelfer mehrfach den chef auf die entlohnung ansprachen wich der nur aus und sagte das ist nebenbei! da wir die erste woche auf stunden arbeiten sollten und nicht auf leistung wollte ich zumindest ersteinmal den stundenlohn wissen und dann auch die leistungsvergütung ! da wurde er wütend und sagte wir sollen erstmal arbeiten dann würden wir weiter sehen ! als ich ihn dann auch noch nach unseren verträgen fragte ging er in die luft und “bat”uns zu gehen!
Nun suchen wir seit heute morgen einen neuen Spagelbauer der einfach fair ist und finden keinen! Bei solchen kollegen müßen sich die spargelbauern wohl nicht mehr über ausbleibende arbeitskräfte wundern!
am 19. September 2007 um 22:34 Uhr.
Ich arbeite jetzt schon seit über 3 Monaten in einem Obstanbau Betrieb.
Alle Kollegen sind von Anfang an dabei.
Trotz Hungerlohn !
Also, wer lügt denn hier ?
Walter
am 11. November 2007 um 15:05 Uhr.
Hallo,
ich bin hier auf keiner der beiden Seiten, weil ich nicht beurteilen kann, wer recht hat. Leider haben die Menschen verlernt, sich auch in die gegnerische Partei hereinzuversetzen, das ist wohl hier, wie auch überall anders das große Problem.
Ich melde mich eigentlich, weil ich sehr gerne als Erntehelferin tätig wäre, genauso wie mein Mann. Wie aber kommt man denn an solche Stellen? Weder in der Zeitung, noch im Internet haben wir im letzten Jahr irgendetwas in unserer Region gefunden. Und doch gibt es ein großes Trara, von wegen Ernte verfault, weil es keine Erntehelfer gäbe.
Falls ein Spargelbauer Interesse haben sollte: wir sind deutsch, nicht faul und haben schon ganz andere Sachen hinter uns, als ein paar Wochen lang Spargel zu stechen. Nur muß auch die Verständigung stimmen; und wenn mich jemand als sonstwas bezeichnen würde, dann wäre ich wohl auch nicht geneigt, länger als einen Tag am Platz zu verweilen. Also, liebe Leute: wie es in den Wald hineinruft….
Auf Wiedersehen!
am 15. Februar 2008 um 19:14 Uhr.
Hallo,
ich war im von März 2007 bis Oktober 2007 Erntehelfer.
Spargel, Erdbeeren und Kirschen sind dabei durch meine Hände gegangen.
Aber auch die sogenannten Vor-und Nacharbeiten gehören dazu. Felder von der Winterfolie befreien, Unkraut jäthen u.s.w.
Mir hat niemand gesagt, das ich für 1 € dort arbeiten solle. 5,17 € ist der stündliche Tariflohn. dazu kommen nochmal 40% Prämie im Monat vom Bruttolohn. Plus ergänzendes Arge Geld weil die Prämie nicht angerechnet wird!
Ich hatte in der Erntezeit ca. 1700 € im Monat zusammen mit meiner Freundin (die kam erst später dazu, und da hatten wir noch mehr).
Ausserdem war es gut für mein Selbstbewußtsein.
Ich kann es jedem nur empfehlen!!!
Vermittelt wird man von der Arge und von der Agentur für Arbeit (Arbeitsamt).-
Grüße
Jörg
am 4. Oktober 2008 um 12:03 Uhr.
ja genau… die Deutschen taugen nichts und sind faul…..
aber kaufen sollen sie !
Der Bauer will nichts löhnen und erwartet fleissige Mitarbeiter….
Es reicht ja, wenn sich der Deutsche auf dem Feld satt isst, gell ?
am 25. Oktober 2008 um 7:57 Uhr.
5,17 / Std Brutto? Hier muß wenigstens eine Fahrtkostenerstattung ausgezahlt werden. Also wenigsten ca.50 €
Meine Frage ist, wer soll davon in Deutschland leben.
Auch ein niedrig Lohnarbeiter muß die Möglichkeit haben seinen Lebensunterhalt ohne Sozialhilfe zu bestreiten, wenn man 6 Tage in der Woche schufftet. Auch der Arbeiter ist seines Lohnes wert, nicht der der der Arbeitsverwalter. Wie kann es angehen das Arbeitsverwaltung ertragsreicher ist als die eigentliche Arbeit??
Da stimmt doch was nicht.
am 25. Oktober 2008 um 8:14 Uhr.
5,17 € /Std, wer soll davon in Deutschland leben? Hier muß wenigstens 100€ für Busfahrer zustzl. vergütet werden. Wer an 6 Tagen die Woche schufftet sollte nicht noch auf Sozialhilfe angewiesen sein.
Ein Nettoeinkommen von 1200 € zzügl. Kindergeld ist zwingend notwendig.
Warum soll Arbeitsverwaltung besser vergütet werden wie die Arbeit selber?
Ohne die geleistet Arbeit hat der Arbeitsverwalter auch nichts zu beißen.
Beide Arten von Arbeit sind gleichwertig.
am 13. April 2009 um 19:54 Uhr.
Von meinen bekannten habe ich gehöhrt das sie für 4 € die std spargel stechen könnten und müssen 10kg die std schaffen wenn sie es nicht schaffe gibt es weniger geld
am 24. April 2009 um 8:43 Uhr.
Herr horst.lenting mit Beitrag vom 25. März 2007 hat sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Für polnische Erntehelfer sind die 5-6 Euro so viel wert, wie es für uns deutsche Erntehelfer 40-60 Euro als Stundenlohn wären. Es gibt keine bessere Motivation, als eine gute Bezahlung. Aber genau da liegt das Problem.
am 29. Juli 2010 um 18:18 Uhr.
Ein aktuelles Stellenangebot bei der Arbeitsagentur (Referenznummer 10000-1050497573-S) sucht allen ernstes für 4,30 Euro / Brutto Stundenlohn Leute.