Spargelernte in Niedersachsen hat begonnen
Die Zauberworte heißen Minitunnel und Dreifachabdeckung. Mit diesen beiden Methoden versuchen die Spargelproduzenten dem Spargel optimale Bedingungen zu schaffen, damit er möglichst schnell den Kopf aus dem Damm heraussteckt. Beim Minitunnel sorgt eine transparente Folie, die über Drahtbügel gezogen wird, für ein Kleingewächshaus über dem Damm. Bei der
Dreifachabdeckung wird der Bereich zwischen den Dämmen auch noch durch eine Folie mit Löchern erwärmt. Die Folien werden über mehrere Jahre genutzt und anschließend umweltschonend wiederverwertet.
Der überwiegende Teil des niedersächsischen Spargels wächst unter sogenannter Schwarz-Weiß-Folie. Diese Form des Anbaus hat sich gegenüber dem offenen Anbau durchgesetzt, weil sich damit das Wachstum der Spargelpflanzen und damit der Ernteverlauf besser steuern lassen. Durch die höheren Temperaturen unter der Folie wird der Spargel besonders zart. Nicht durchgesetzt haben sich bisher Spargelerntemaschinen. Die Spargelernte ist nach wie vor – anstrengende – Handarbeit. Die wird traditionell von polnischen aber auch bulgarischen und rumänischen Saisonarbeitskräften erledigt.
Mit über 4.500 Hektar ist Niedersachsen das Spargelanbauland Nr. 1 in Deutschland. Der überwiegende Teil der Ernte wird direkt ab Hof oder sogar ab Feld verkauft. Wichtigstes Qualitätsmerkmal ist die Frische. Frischen Spargel erkennt man an geschlossenen Spitzen und feuchten Schnittstellen. Außerdem sollen die Stangen keine braunen Verfärbungen oder
Beschädigungen aufweisen. Geschmackssache ist es, ob man lieber dünne oder dicke Stangen bevorzugt oder ob die Spargelköpfe violett oder weiß sind.
Zu den Hauptanbauregionen zählen Nienburg, Diepholz, Stade, Celle, Gifhorn und Lüneburg. In Weser-Ems ist der Spargelanbau in Cloppenburg, Vechta und Osnabrück am stärksten vertreten.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen
